Heinrich Böll – Der Zug war pünktlich


Vielleicht war es bei mir nicht der richtige Moment für dieses Buch: der Geschichte eines Wehrmachtssoldaten, der vom Urlaub zurück an die Front fährt und dabei weiß oder fühlt, dass er am Ende der Zugfart sterben wird. Aus der diffusen Ahnung wird mehr und mehr Gewissheit, ohne dass es dafür eine logische Erklärung gibt.

Zwar ist die Aussage klar und deutlich und man kann sich (z.B. im Schulunterricht) sicher eine Menge Gedanken dazu machen, aber ich bin trotzdem nicht so recht warm geworden damit. Dabei lag es weniger am Inhalt als an der Sprache, die mich nicht angesprochen hat, weil sie so gewollt Gedanken dargestellt und dabei immer wieder dieselben Sätze wiederholt hat. Die möglicherweise beabsichtigten Emotionen blieben bei mir auf der Strecke, weil die Sprache eine für mich unüberbrückbare Distanz geschaffen hat.

Es ist sicher ein wichtiges Buch – aber für mich trotzdem kein schönes Leseerlebnis, wobei “schön” ja bei dem Inhalt auch ein eher unpassender Begriff ist.

Lesemonat Oktober 2010

gelesen:

  • Wolf Serno - Die Hitzkammer (Hexenkammer)
  • Wolf Serno – Der Balsamträger
  • Klaus Kordon – Wie Spucke im Sand

Abgänge:

    Neu im Regal ( durch die Veränderungen bei Tauschticket wie bereits im vorigen Monat)

    • Klaus Kordon – Wie Spucke im Sand
    • Vera Chapman – Des Königs dunkle Botin
    • Wolf Serno – Der Puppenkönig
    • Mindy L. Klasky – Die Lehrjahre der Glasmalerin

    gelesen:

    Abgänge:

    • Maurice Denuzière – Als Vater die Idee hatte, aufs Land zu ziehen
    • Hans Nicklisch – Vater unser bestes Stück
    • Bharti Kirchner – Die Gärten von Darjeeling
    • Alfed Andersch – Der Vater eines Mörders. Eine Schulgeschichte
    • Gabriel Barylli – Nachmittag am Meer

    Neu im Regal (hauptsächlich durch die Veränderungen bei Tauschticket*)

    • Diana Gabaldon – Ferne Ufer
    • Lars Saabye Christensen – Nachtschatten
    • Peter Dempf – Die Sternendeuterin
    • Joan Aiken – Emma Watson
    • Martha Grimes – Das Hotel am See
    • Sandra Lessmann – Das Jungfrauenspiel
    * Da Tauschticket künftig gebührenpflichtig wird, sah ich mich gewzungen, meine noch vorhandenen Tickets zügig umzusetzten. Adé schöner Plan von weniger Büchern auf dem SUB und Tickets sparen für die ersten Bilderbücher des Nachwuchses…..

    Wolf Serno – Die Hitzkammer (Hexenkammer)

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    Der Alchemist Lapidius ist der Einzige, der der jungen Kräuterhändlerin Freyja helfen kann. Das schwer kranke Mädchen ist der Hexerei angeklagt, und Lapidius bleibt nicht viel Zeit, die Unschuld seines Schützlings zu beweisen … Kirchrode im Harz im Jahre 1547: Hier wird der Alchemist Lapidius um medizinische Hilfe in einem diffizilen Fall gebeten. Das junge Kräuterweib Freyja Säckler, das der Hexerei angeklagt wird, ist unter der Folter zusammengebrochen. Lapidius ahnt, dass Freyja mit der Syphilis infiziert ist, die in jenen Tagen ganz Europa wie eine Seuche überzieht. Lapidius ist nicht nur überzeugt, dass die junge Frau zu Unrecht angeklagt ist, er weiß auch, wie er sie heilen kann: durch eine Kur in seiner Hitzkammer. Man gewährt ihm drei Wochen, doch die Zeit wird knapp, als Frauenleichen gefunden werden, in deren Körper Freyjas Initialen eingeritzt sind … (lovelybooks.de)

    Auch mir hat diese Geschichte gut gefallen. Die Figuren (allesamt, nicht nur die Hauptpersonen) sind glaubwürdig und haben ihre Fehler, was sie aber lebendig und menschlich macht. Es wird dem Leser leicht gemacht, mitzufühlen: mit Freya in dieser schrecklichen Kammer und ihrer Krankheit und mit Lapidius, der so gern helfen möchte aber partout keinen Schritt voran kommt – bis sich schließlich die einzelnen Puzzleteile ineinander fügen.
    Zwar erschien mit die Vorgehensweise von Lapidius gelegentlich ein wenig blauäugig und risikorfeudig, ja geradezu waghalsig – aber Vorsicht ist wohl nicht jederman(n)s Sache und darüber hinaus, wusste der gute Mann ja nicht, wen er ins Vertrauen hätte ziehen können.

    Ein schönes Lesevergnügen, sehr empfehlenswert – und macht mich neugierig auf noch mehr von Wolf Serno.

    Anette Nolden – Schwangerschaftskalender


    Woche für Woche wird hier beschrieben, was bei Mutter und Kind so passiert. Fürs erste Kind sehr sinnvoll, auch durch die vielen kleinen Tips am Rande. Leider hatte ich das Buch nur geliehen und konnte es daher nicht an den vorgesehenen Stellen mit Ultraschallbildern und eigenen Gedanken “personalisieren”.
    Nett und übersichtlich gestaltet bietet es Antworten auf ziemlich viele Fragen und verfügt auch über ein Stichwortregister – aber keine Frage, es gibt auch deutlich umfangreichere Werke zum Thema. Kommt eben darauf an, wie sehr man ins Detail gehen möchte.

    Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
    Verlag: Gräfe & Unzer; Auflage: 7 (September 2007)
    ISBN-10: 3774268428

    Lesemonat September 2010

    gelesen:

    Abgänge:

    • Maurice Denuzière – Als Vater die Idee hatte, aufs Land zu ziehen
    • Hans Nicklisch – Vater unser bestes Stück
    • Bharti Kirchner – Die Gärten von Darjeeling
    • Alfed Andersch – Der Vater eines Mörders. Eine Schulgeschichte
    • Gabriel Barylli – Nachmittag am Meer

    Neu im Regal (hauptsächlich durch die Veränderungen bei Tauschticket*)

    • Diana Gabaldon – Ferne Ufer
    • Lars Saabye Christensen – Nachtschatten
    • Peter Dempf – Die Sternendeuterin
    • Joan Aiken – Emma Watson
    • Martha Grimes – Das Hotel am See
    • Sandra Lessmann – Das Jungfrauenspiel
    * Da Tauschticket künftig gebührenpflichtig wird, sah ich mich gewzungen, meine noch vorhandenen Tickets zügig umzusetzten. Adé schöner Plan von weniger Büchern auf dem SUB und Tickets sparen für die ersten Bilderbücher des Nachwuchses…..