Rebecca Gablé – Die Siedler von Catan


Eines steht von Anfang an fest, schon bevor man das Buch überhaupt gelesen hat: hier haben sich zwei zusammengetan, um vom gegenseitigen Erfolg zu profitieren – ob das nun das Hauptanliegen von Teuber und Gablé war oder ob die Idee der Hauptantrieb waren, sei dahingestellt.
Trotzdem sollte man sich davon nicht beeinflussen oder gar abhalten lassen, das Buch zu lesen, denn geboten bekommt man doch immerhin eine nette Geschichte, die durchaus stattgefunden haben könnte… damals in grauer Vorzeit, wo in Elasund ein wikingerähnliches Volk lebt.
So beginnt eine Geschichte von Auswanderung, Seefahrerei, Entdeckung einer Insel und deren Besiedelung und das alles gespickt mit dem, was eine Gesellschaft so ausmacht: Emotionen, Emotionen, Emotionen. Liebe, Hass, Glaubenszwistigkeiten alles wunderbar beschrieben und dabei nehmen die Figuren nach und nach lebhaft Gestalt an.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, lediglich die Darstellung der Religionen (Christentum vs. nordische Gottheiten) gefiel mir nicht so, da sie einerseits recht viel Platz einnahm, andererseits aber recht eindimensional dargestellt wurde – die guten Christen gegen die verbohrten, unaufgeschlossenen Traditionen der Anhänger Odins, die bis auf eine Ausnahme alle negativ dargestellt sind. Das hätte man vielleicht etwas weniger polarisierend darstellen können.

Der Schluss wiederum hat mir sehr gut gefallen – ein halboffenes Ende, kein eindeutiges Happyend, aber eben auch nicht zu negativ.

Taschenbuch: 800 Seiten
Verlag:
Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag); Auflage: 1. Auflage November 2005
ISBN-10:
3404153960

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