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Eine Freundschaft, ein Bruch – und einundvierzig Jahre später dann erstmalig wieder ein Treffen. Damit fängt alles an. Ein langer, langsamer Monolog, in dem Márai das Bild einer Freundschaft zeichnet. Erst nach und nach wird klar, warum Henriks Jugendfreund Konrád damals überstürzt ins Ausland abreiste.
Ein stilles Buch, dessen Nachwort einem einige erhellende Momente liefert. Trotzdem bin ich wenig angetan von dem Buch. Die Sprache hat mich nicht so sehr in den Bann gerissen, wie es mir anderswo zu Ohren gekommen ist und die Geschichte vermochte nicht zu fesseln, denn die Ansichten des mittlerweile alten Mannes waren mir herzlich unsympathisch und die Erzählungen über die Freundschaft ließen mich auch mit Konrád nicht so recht warm werden.
Liegt es an der Zeit? Der geschilderten oder der, in der das Buch geschrieben wurde (1942), die mir einfach zu fern ist? Ich glaube nicht, denn auch in andere Romane konnte ich mich gut einfühlen. Es ist wohl eher die Düsternis und die emotionale Beherrschtheit, die mir so fremd sind (vor allem auch bei der Schlüsselszene, der Jagd). Auch hätte ich nie eine Ehe eingehen können wie Krisztina und Henrik… überhaupt wird über Krisztina recht wenig bekannt – zwar einiges über ihre Herkunft, aber kaum etwas über ihr Wesen. Liegt es an der Perspektive, dass Henrik tatsächlich so wenig über die Gefühle seiner Frau weiß? Oder sich einfach nicht für die Gefühle anderer Menschen interessiert hat? Brrrr – herzlich unsympathisch!
Taschenbuch: 223 Seiten
Verlag: Piper; Auflage: 15., Aufl. (Juli 2008)
ISBN-10: 3492233139