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	<title>Kommentare zu: Bernhard Schlink &#8211; Der Vorleser</title>
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		<title>Von: Willi Gross</title>
		<link>http://anriel.poulter.de/2009/11/06/bernhard-schlink-der-vorleser/comment-page-1/#comment-3483</link>
		<dc:creator>Willi Gross</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 08:40:33 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist auch genau meine Meinung zu diesem Machwerk. Mir ist das alles zu konstruiert, die Figuren leben nicht. Erst der Film hat ihnen etwas Gesicht gegeben. Hinzu kommt noch der Selbstmord Hannas, nachdem sie so lange auf ihre Entlassung hingearbeitet hat. Und dann die ewigen &quot;Reflexionen&quot; Michaels. Selbst denken nicht erwünscht! Das geht so weit, dass Schlink noch Hannas Lesenlernen als Weg aus der Unmündigkeit deutet mit der Anmerkung, dass es ein aufklärerischer Akt sei. Ja, Herr Schlink, wir haben verstanden: sie haben auch noch Kants Definition gelesen. Das freut vor allem die Deutschlehrer (ich bin selber einer), da können sie was zum Thema Epoche/Epochenumbruch an den Schüler bringen. Wieso wird so was in Deutschland zur Pflichtlektüre für zentrale Prüfungen gemacht? Zumal der Roman nicht einmal sprachlich Besonderes hergibt. Ein Ärgernis.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist auch genau meine Meinung zu diesem Machwerk. Mir ist das alles zu konstruiert, die Figuren leben nicht. Erst der Film hat ihnen etwas Gesicht gegeben. Hinzu kommt noch der Selbstmord Hannas, nachdem sie so lange auf ihre Entlassung hingearbeitet hat. Und dann die ewigen &#8220;Reflexionen&#8221; Michaels. Selbst denken nicht erwünscht! Das geht so weit, dass Schlink noch Hannas Lesenlernen als Weg aus der Unmündigkeit deutet mit der Anmerkung, dass es ein aufklärerischer Akt sei. Ja, Herr Schlink, wir haben verstanden: sie haben auch noch Kants Definition gelesen. Das freut vor allem die Deutschlehrer (ich bin selber einer), da können sie was zum Thema Epoche/Epochenumbruch an den Schüler bringen. Wieso wird so was in Deutschland zur Pflichtlektüre für zentrale Prüfungen gemacht? Zumal der Roman nicht einmal sprachlich Besonderes hergibt. Ein Ärgernis.</p>
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