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Von diesem Buch war ich ein bißchen enttäuscht. Ich las es auf Empfehlung und vielleicht hatte ich mir deshalb mehr erwartet.
Die Reise des jungen irischen Mönchs Aidan nach Byzanz ist ganz ordentlich geschrieben, konnte mich aber dennoch nicht überzeugen. Die Geschichte von der Pilgerfahrt, die einen ganz anderen Verlauf nimmt, als geplant, ist eine gute Idee, allerdings gefällt mir die Ausführung nicht so sehr und mich verwundern die rein positiven Äußerungen anderswo.
Mich hat das Buch nicht mitgerissen, die Person des Aidan blieb mir fremd und den auf dem Klappentext gepriesenen Humor fand ich nur selten. Sicher, das Verhältnis zum Glauben und zur Religion war damals ein ganz anderes, aber spätestens bei Aidans Visionen kam es mir nur wie ein aufgesetzte Stilmittel der mysteriösen Vorausdeutung vor. Es wirkte hölzern und ließ mich dann doch den ein oder anderen Absatz überfliegen….
Die zweite Hälfte des Romans war zwar leichter zu lesen als die erste, doch das abrupte Ende des Romans, der als Zweiteiler konzipiert ist, stört dann doch. Bei vielen Zweiteilern kann man ja auch nur den ersten Band lesen und hat trotzdem eine halbwegs abgeschlossene Geschichte, hier jedoch geht das nicht, da der Autor schon zahlreiche Handlungsfäden für den zweiten Teil begonnen hat.
Für einen historischen Roman okay, trotz des vorhersehbaren Endes – aber für ein spannendes, fesselndes und mitreißendes Abenteuer ist mir das zu wenig!
Taschenbuch: 510 Seiten
Verlag: Piper; Auflage: 3., Aufl. (April 2004)
ISBN-10: 3492239773