




Das Gedankenspiel beruht auf einer guten Idee, vermag aber nicht dauerhaft zu fesseln. Ich habe es als sehr bedrückend oder gar bedrohlich empfunden und nach etwa 100 Seiten war es nicht mehr zum Aushalten. Die ganze Zeit ist man ähnlich angespannt wie Jonas und wartet auf ein Zeichen, dass irgendetwas passiert – und wie in Jonas’ Leben passiert auch in der Handlung nichts. Nach einer Zeit war es für mich einfach unerträglich, ohne dass ich genau sagen könnte, warum.
Es ist schon eine Kunst, 400 Seiten zu schreiben ohne Dialoge (Jonas spricht höchstens mit sich selbst), ohne Ereignisse, sondern nur aus der Beschreibung von Dingen heraus, der Beschreibung von Bildern einer verlassenen Stadt.
Ich konnte jedenfalls keinen Zugang zu diesem Buch finden und fand es furchtbar anstrengend. Schade, hatte mir mehr davon versprochen!
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Hanser; Auflage: 11 (5. August 2006)
ISBN-10: 3446207627