Jasper Fforde – Der Fall Jane Eyre

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Schon im vergangenen Jahre habe ich dieses Buch gelesen und jetzt erneut, da ich inzwischen im besitz der Folgebände (In einem anderen Buch; Im Brunnen der Manuskripte; Es ist ewas faul) bin.

Auch beim zweiten Lesen hat mit das Buch sehr gut gefallen. Das Buch ist gespickt mit intelligenten, literarischen Anspielungen und Querverweisen, mit einer guten Prise Humor und sehr viel Phantasie – daraus entsteht eine liebenswerte Mischung. Die Geheimagentin Thursday Next,  Spezialgebiet Literatur, kämpft gegen den Bösewicht AcheronHades, der sich mit Hilfe des von Thursdays Onkel Mycroft entwickelten ProsaPortals in Bücher versetzten lässt, um dort seiner kriminellen Energie freien Lauf zu lassen. Nachdem er sich zunächst Charles Dickens zu “Übungszwecken” zuwende, macht er sich dann an Charlotte Brontes “Jane Eyre” heran. Doch die Geheimagenten, allen voran Thursday Next, sind im auf den Fersen und wollen im das Handwer legen.

Ein paar Figuren des Romans:

Thursday Next, die Protagonistin, deren Vater ein Zeitreisender und deren Onkel Mycroft ein Erfinder ist.
Acheron Hades, der seine Schandtaten nicht aus niederen Beweggründen begeht, sondern aus Leidenschaft um des Bösen willen. Im Gegensatz zu seinem geistig minderbemittelten Bruder Styx verfügt Hades über viele magische Fähigkeiten.
Thursdays Vater, ehemaliger Mitarbeiter der ChronoGarde und nun endlos Zeitreisender, schaut immer nur kurfristig vorbei – meist in sehr ungünstigen Momenten. Während seiner Besuche steht die Zeit still und außer Thursday selbst bekommt niemand etwas von dem Besuch mit.
Onkel Mycroft und Tante Polly: gehören fest zur Next-Familie Mycroft erfindet verblüffende und praktische Gegenstände, die aber leider meist den ein oder anderen Fehler haben. Sie sind eben noch nicht ausgereift. Tante Polly hilft ihm dabei mit komplizierten Berechnungen oderstellt sich als Versuchskaninchen zur Verfügung.
Landen Park-Laine, Thursdays “Ex”, der vor Gericht gegen ihren im Krieg verstorbenen Bruder Anton ausgesagt hat, weswegen Thursday seinen Heiratsantrag nicht beantwortet und ersteinmal zehn Jahre schmollt.
Thursdays Bruder Joffy, der Priester der Globalen Standard Gottheit ist, sich aber gegenüber seiner Schwester immer noch wie ein kleiner Junge aufführt.
Mr. Edward Fairfax Rochester
, die männliche Hauptrolle aus “Jane Eyre”- dem geneigten Leser ist er sehr vertrau (überhaupt empfiehlt es sich, Jane Eyre gelesen zu haben!).
Desweiteren diverse Kollegen und Vorgesetzte Thurdays von SpecOps (Tamworth, Bowden, Spike) sowie Colonel Phelps, ehemaliger Vorgesetzter während Thursdays Zeiten beim Militär, der immer noch der Meinung ist, der Krimkrieg sei durch England zu gewinnen.

Viele davon, vor allem auch Thursdays Haustier “Pickwick” ein zurückgezüchteter Dodo, tauchen auch in den Folgenbänden auf und ebenso zahlreich sind die inhaltlichen Rückbezüge, so dass es sinnvoll ist, die Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Die große Stärke des Romans ist der Aufbau einer eigenen gar nicht so unrealistischen Welt, in der Literatur eine große Rolle spielt und in der es viele interessante Erfindungen gibt.

Meiner Meinung nach ein großer Genuss für jeden Literaturliebhaber (der Roman gewinnt, wenn man sich bei den Klassikern in der englischen Literatur etwas auskennt, zumindest die Namen kennt oder das Internet befragt: Dickens, Bronte, Milton, Shakespeare, Bacon, Marlowe, Wordsworth), allerdings sollte man bereit sein, sich auf eine neue Welt einzulassen!

Broschiert: 375 Seiten
Verlag:
Dtv (Juli 2007)
ISBN:
3423210141

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