Iny Lorentz – Die Pilgerin

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Über den Jakobsweg zu schreiben ist ‘In’ und so tut es auch das Autorenehepaar hinter dem Pseudonym Iny Lorentz. Wie in allen anderen Bücher ist die Hauptperson eine junge Frau in Schwierigkeiten.  Diesmal heißt sie Tilla -als Abkürzung von Ottilie-, will nicht den vom Bruder vorgesehenen Mann heiraten, obwohl dieser jetzt das Sagen hat, nachdem ihr Vater gestorben ist (die Mutter ist schon lange tot). Es gelingt ihr nicht, der Zwangsehe zu entfliehe, aber nach einigen grausigen Erfahrungen und dem überraschenden Tod ihres frisch Angetrauten, gelingt ihr eine überstürzte Flucht und da es der letzte Wille ihres Vaters war, dass man sein Herz in Snatiago de Compostela bestatte, macht sie sich Hals über Kopf dorthin auf den We, getarnt als junger Pilgersmann.

Die Sache mit der Tarnung ist nichts Neues bei Iny Lorentz, sondern ein gängiges Motiv Neu und deutlich realistischer ist, dass ihre Tarnung recht bald auffliegt – zumindest bei einigen. Natürlich ist auch eine Liebesgeschichte dabei. Auch hier gibt es eine neue Variation: statt eines einzigen Helden kommen gleich zwei (oder gar drei) daher, die für den glücklichen Ausgang in Frage kämen.

Die Ausgangslage ist also eigentlich wie immer (wer die übrigen Romane schon nicht mochte, sollte hier gar nicht erst anfangen, auch wenn dieses Buch hier meiner Meinung nach vor einigen anderen rangiert), aber die genannten Variationen und die ebenfalls wie üblich interessanten Abenteuer machen es dem Lorentz-Fan leicht, diesen Roman zu lieben. Flüssig geschrieben, ganz ordentlich recherchiert – gute Unterhaltung. Genau das richtige für graue Tage und faule Stunden auf der Couch!

Broschiert: 704 Seiten
Verlag:
Droemer/Knaur (März 2008)
ISBN-10:
3426633973

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