Werner Metzig/Martin Schuster – Lernen zu lernen

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Die Meinungen zu diesem Buch scheinen sehr unterschiedlich zu sein, wenn man sich so die Rezensionen namhafter Online-Händler anschaut. Für die einen ist es hilfreich, für die anderen weniger.

Dieses Buch möchte einen Überblick über Lernstrategien geben und rekapituliert dabei zunächst in groben Zügen die Arbeitsweise des Gedächtnisses. Anschließend wird das Lernverhalten, Arbeitszeiten und Arbeitsort untersucht. Bis dahin gab es für mich wenig Neues, wobei ich dazu sagen muss, im Rahmen meines Studiums habe ich mich auch schon sehr eingehend mit Lernstrategien befasst, wenn auch speziell auf das Fremdsprachenlernen. Dieses Buch bleibt da allegemeiner, es bietet dieverse Visualisierungstechniker für das Lernen von Fakten oder Abläufen und für Zahlen und Nummern. Und vielleicht ist das genau der Fehler – hier allegemeingültig zu bleiben birgt die Gefahr, oberflächlich zu bleiben, das Thema nur anzukratzen. Es werden ein paar Beispiele hier und ein paar da gebracht – das war es dann. Darüber hinaus bezieht sich ein Großteil nur auf Mnemotechniken, die zwar ein wesentlicher Teil des Lernens sind, aber eben auch nicht alles. Andere Aspekte des Lernens wie etwa Problemlösungsstrategien, Motivationshilfen, Lernorganisation und Selbstevaluation werden wenn überhaupt nur am Rande behandelt, was vermutlich damit zusammenhängt, dass es sich dabei um ein sehr großes Feld handelt, was man so allgemein betrachtet, kaum umfassend “beackern” kann.

Als wirklich hilfreich schätze ich das Buch nicht ein, zumindest nicht für lernerfahrene Studenten. Sicher schadet es nicht, gelegentlich sein Lernverhalten zu überdenken und als Einstieg in die Thematik ist das Buch durchaus brauchbar, ansonsten bin ich aber der Meinung, dass der Markt Besseres anzubieten hat – und 20 € sind für die etwa 200 Seiten (mit Abbildungen!) doch eine ganze Menge.

Taschenbuch: 222 Seiten
Verlag: Springer, Berlin; Auflage: 7., verb. A. (September 2005)
ISBN-10: 3540260307

 

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