




Alles beginnt mit einer Sommerrallye…. Rieke und Sixten reisen zu dessen Freund Richtung München, um an einer von ihm organisierten Jux-Rallye teilzunehmen. Dass sie dabei ihrem Freund recht wenig zu Gesicht bekommen wird und stattdessen Bob und dessen “kleinen Bruder” Pepe (15) mit ins Auto bekommt, war so zwar nicht geplant, bringt aber eine ganze Reihe spaßiger Verwicklungen mit sich. Außerdem mit von der Partie ist Plumssack, Riekes Mops. Ein schöner Name für so einen Köter.
So eine Rallye ist eine gelungene Möglichkeit, Menschen mit ganz unterschiedlichen Charakteren im Hochsommer in ein natürlich nicht-klimatisiertes Auto zu sperren. Pepe, der eigentlich gar nicht in Europa sein will, erweist sich als ungeahnte Bereicherung des Teams um Bob, welcher lieber bei seiner Frischverliebten (Vera) im Auto säße, und Rieke, die eigentlich nichts mehr von einer Rallye mit lauter Fremden erwartet, wo ihr Freund Sixten als Streckenposten und Fotograf sozusagen aus dem Rennen ist. Sie erwartet also nicht viel – und vor allem keinen Spaß. Doch wie sie nachher feststellen muss, ist das genau das, was sie bekommt zusammen mit noch einigem anderen wie Nervenzusammenbruch, gefährlichen Tieren und einem Unfall.
Mit dem Ende der Rallye endet leider auch viel zu schnell der Spaß bei diesem Roman von Barbara Noack. Sie hätte diesen Handlungsstrang weiter verfolgen und ausbauen sollen, anstatt dann recht bald auf einen anderen überzugehen, der weder sonderlich witzig noch sonderlich realistisch ist und sich zäh dahinzieht. Wirklich schade! Denn mein Interessen an Pepes verwickelten Familienverhältnissen in Mexico City, seinen pubertären Eskapaden und die recht eriegnislose Suche von Bob und Rieke nach Pepe ist recht gering. Hier fehlen auf einmal gänzlich die Spannung und die Komik oder gar überraschende Wendungen…
Die Geschichte ist zwar schon etwas vorhersehbar, birgt aber vor allem im ersten Drittel viel Situationskomik und ist daher recht unterhaltsam – vor allem, wenn man sich selbst noch an Rallyes erinnern kann. Das Buch ist von 1977, als sowas gerade voll im Trend lag. Heutzutage ist der Spaß natürlich aufgrund von Handies und Navigationsgeräten längst nicht mehr so groß, weshalb solche Veranstaltungen wohl vom Aussterben bedroht sind (Benzinpreise mögen dabei auch eine Rolle spielen).