

Dass es sich hierbei um ein sehr gutes Buch handelt, habe ich schon desöfteren irgendwo im Netz erwähnt (zum Beispiel hier: Büchertreff) . Warum es so gut ist, ist eine sehr schwierige Frage – zumindest für mich. Es ist eine Weile her, dass ich es das erste Mal gelesen habe… und vielleicht gefällt es mir deshalb so gut, weil darin ein Lebensgefühl zum Ausdruck kommt, wie es meinem entspricht. Die Art, wie hier emails hin und her geschickt werden, wie darin Emotionen zum Ausdruck kommen und nicht bloß Informationen übermittelt werden, das ist für mich ein kleines Kunstwerk. Und das fand ich auch schon, als ich das Hörbuch (gesprochen von Christian Berkel und Andrea Sawatzky) noch nicht kannte. Im vergangenen Jahr kam ich dann in den Genuss der gesprochenen Version und ich muss sagen, jetzt gefällt mir das Buch fast noch mehr. Die Art, wie es gelesen wird begeistert mich. Christian Berkel als Leo Leike ist einfach wunderbar. Ich habe ihn zuvor kaum gekannt, ein oder zweimal mehr oder minder bewusst im Fernsehen gesehen… das wars auch schon. Und dabei ist mir nie aufgefallen, was für eine Stimme er hat. Mal ganz davon abgesehen, dass beim ihm als “Kriminalist” eher weniger Emotionen in der Stimme vorhanden sind, da diese Rolle mehr von nüchterner Sachlichkeit geprägt ist. Dazu kommt, dass beim Fernsehen die Bilder sehr vom akkustischen Eindruck ablenken.
Ganz anders der Nordwind… ich habe auf die beiden Stimmen gelauscht, die da miteinander kommunizieren, entspannt liegend, völlig im Dunkeln. Und dadurch wurde daraus für mich ein sehr eindringliches und nachhaltiges Hörerlebnis, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Aber man muss sich auch darauf einlassen können… sonst bleibt es “nichts weiter als eine nette Geschichte”. Aber für mich ist es mehr.
**** 17.02.2009 ****
Inzwischen ist auch die Forsetzung “Alle sieben Wellen” erschienen und wird hier in Kürze kommentiert.
Gebundene Ausgabe: 224 SeitenVerlag: Deuticke im Zsolnay Verlag; Auflage: 1 (November 2006)
ISBN-13: 978-3552060418
Audio CD (4 CDs)
Verlag: Hörbuch Hamburg (Februar 2007)
ISBN-13: 978-3899034158
1 Kommentar
Ich habe die Geschichte “Gut gegen Nordwind” teilweise (ohne Anfang und ohne Ende) im Österreichischen Rundfunk gehört und – obwohl ich wenig von Romanen halte – kaufte ich mir das Büchlein und las es mit Begeisterung. D a mir Herrn Glattauers überaus sarkastischen Gerichtsreportagen noch in guter Erinnerung sind, wundert mich der amouröse Florett”kampf” zwischen Leo und Emmi. auf die angekündigte Romanfortsetzung bin ich schon gespannt