Haddon, Mark – Der wunde Punkt

Mark Haddon - Der wunde Punkt

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Dieses Buch habe ich Weihnachten von meiner Schwester und ihrem Mann bekommen. Ein richtig dicker Schmöker – sehr schön!

Nachdem ich erst gestern damitbegonnen habe, sind die ersten hundert Seiten geschafft. Oder besser: verschlungen. Sehr viel ist das in Anbetracht der 450 Seiten nicht, aber es reicht für ein erstes Statement.

Eindeutige Pluspunkte bisher: es liest sich hervorragend flüssig und die Personen sind zwar “typisch”, aber so originell und auch nicht überzeichnet.


Wo ich schon von den Personen rede… wen haben wir denn da:

George, Familienvater, derjenige, der an sich selbst diesen komischen Punkt entdeckt, von dem er glaubt, es handle sich dabei um Krebs. Nicht unbedingt ein übermäßig sympathischer Typ, aber mir gefällt, dass er anscheinend auch dauernd ein Projekt anfängt, aber Schwierigkeiten hat, es zu Ende zu bringen. Zeichnen zum Beispiel… er würde es gern können, möchte sich damit beschäftigen, aber so recht klappt es nicht. Ganz genau wie bei mir!

Jean, seine Frau. Hm… kann ich bisher schwer einordnen. Mich stört schon, dass sie keien klaren Verhältnisse schafft, indem sie ihrem Mann von ihrem Verhältnis zu einem ehemaligen Kollegen erzählt. Aber… nunja… vielleicht ist das auch natürlich. In dem Film, den ich gestern Abend geschaut habe (“Ein verlockendes Angebot”), war es schließlich auch so .

Katie, die Tochter, die unbedingt diesen etwas geistig minderbemittelten aber immerhin gutmütigen Bären Ray heiraten will – was verbindet mich mit ihr? Eigentlich nichts. Und Ray? Die anderen halten ihn für einen Trottel und eine Intelligenzbestie ist er wohl tatsächlich nicht. Aber er kommt eigentlich ganz sympathisch ‘rüber. Und das ist wohl auch so gedacht, denn da entsteht ja der Konflikt: soll Katie ihn heiraten oder soll sie nicht?

Und dann ist da ja noch Jamie, Katies schwuler Bruder. Was mir gefällt ist, dass er hier nicht gleich als der Prototyp “Schwuler” dargestellt und mit sämtlichen KLischees überhäuft wird.
Sein Freund Tony ist mir unsympathisch, aber Jamie ist eigentlich ganz lieb. Wie alt ist der eigentlich? Keine Ahnung, entweder hab ichs überlesen oder es ist egal. Was schätze ich – vielleicht 30? Oder noch nicht ganz?

Tja, so weit mein erster Eindruck. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt.

 

****** Neuer Eintrag geschrieben am January 17, 2008 um 10:25 am Uhr ******
Inzwischen bin ich ein ganzes Stück weiter…. und ohne jetzt spoilern zu wollen. Die Dinge sind mächtig ins Rollen geraten.
Es fiel mir gestern richtiggehend schwer, das Buch aus der Hand zu legen – schon in der S-Bahn war es schade, angekommen zu sein, obwohl es beim Sport richtig gut war! Und die Heimfahrt war dann auch viel zu schnell zu Ende. Okay, man könnte ja auch außerhalb der S-Bahn lesen… ;-) Aber ich hatte einfach zu viel um die Ohren: noch schnell was einkaufen, kochen, duschen… und dann wars auch schon viel zu schnell wieder Zeit fürs Bett, weil heute eigentlich hätte früh aufgestanden werden sollen.
Gut, egal, heute ist jedenfalls ein neuer Tag – und wenn ich meine to-do-Liste abgehakt habe, belohne ich mich wieder mit ein paar neuen Seiten. Ich MUSS einfach wissen, wie es weitergeht!

 

****** Neuer Eintrag geschrieben am January 19, 2008 um 7:01 pm Uhr ******
So… die letzte Seite ist gelesen. Das Buch endet am Tag nach der Hochzeit und obwohl es alles in allem nur ein paar Waochen sind, so hat man doch das Gefühl, die Personen jetzt ein bißchen zu kennen.
Der Tag nach der Hochzeit… alle “Altlasten” sind geklärt und etwas Neues fängt an. Ist das so? Ich meine, ist das immer so?

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag:
Blessing (Februar 2007)
ISBN-13:
978-3896672926

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