




Deirdre und Desmond Doyle wollen ihre Silberhochzeit mit einem kleinen Familienfest feiern und laden hierzu ihre Kinder Anna, Helen und Brendan ein, dazu den damaligen Pfarrer und die Trauzeugen.
Zu diesem Anlass werden die verstreuten Kinder zusammengetrommelt, die eigentlich mit ganz anderen Dingen beschäftigt sind: Anna ist unzufrieden mit ihrer Beziehung zu einem Lebemann, Helen versucht verzweifelt, bei einem Nonnenorden aufgenommen zu werden und Brendan will die Familie am liebsten vergessen und hat sich auf einen einsamen Hof zurückgezogen.
Doch auch die anderen, Pfarrer, Trauzeugen und das Hochzeitspaar, alle haben sie ihre Sorgen.
So kommt es, dass dieses Fest auch eine ganze Reihe von Problemen mit sich bringt, sowohl für die Gäste als auch für die Veranstalter. Alte Wunden brechen auf, alte und neue Verletzungen führen zu einem Chaos der Gefühle bei allen Beteiligten.
Ich finde es sehr gelungen, wie die Autorin eine Person nach der anderen vorstellt, und dadurch, dass die persönlichen Ängste daragstellt werden, bekommt man immer auch ein bißchen von den anderen mit, so dass sich alles zu einem großen Ganzen zusammenfügt. Die Autorin beherrscht die leisen Untertöne und beschreibt treffend kleine Gefühlsregungen, so dass die Figuren richtig lebendig und menschlich werden.
Leider ist das Ende dann ein bißchen sehr offen und zumindest ich hatte mir mehr erwartet und blieb etwas ratlos zurück.
Taschenbuch: 349 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (1. März 1999)
ISBN-10: 3426614510