Ingeborg Bayer

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Die 17jährige Inga musste mit ihrer Familie in die Großstadt ziehen, da ihr Vater wegen Alkoholismus seine Tierarztpraxis aufgeben und das eigene Haus verkaufen musste.
Die Familie selbst ist zerrüttet, zum einen wegen der Krankheit des Vaters, zum anderen wegen der Mutter, die mit der Situation überfordert ist. Ständiger Streit steht auf der Tagesordnung. Zu allem Übel wurde Inga dann auch noch in eine Ausbildung gedrängt, die ihr keinen Spass macht und mit Ben, ihrem Sandkastenfreund klappt es auch nicht mehr so gut.
Kein Wunder also, dass sie versucht ihrer Familie, der nörgelnden Chefin und dem grauen Alltag zu entfliehen. Trost sucht sie in der Clique und da vor allem bei Mac. Gemeinsam mit ihm im Haschisch-Trance zu sein ist für sie der einzige Lichtblick des Tages.

Auch wenn das Buch etwas altmodisch wirkt bei den Beschreibungen, was damals in einer Juegndclique so “hip” ist, so bleibt das Thema wohl ewig aktuell.
Die etwas klischeehafte Darstellung der Personen ist für mein Empfinden auch zu verkraften, denn es sind ja nunmal häufig Jugendliche mit schwierigen Familienverhältnissen, die in den Drogensumpf geraten (klar gibt es auch die anderen, aber die Mehrheit ist meines Wissen doch aus solchem Umfeld).
Die Schwierigkeiten mit dem alkoholkranken Vater werden sehr lebensnah geschildert und so ist für mich die Ablösung der Tochter von der Familie gut nachvollziehbar.
Interessant ist auch der Charakter von Ben, seine Einstellungen und Lebensanschauungen (womit ich nicht sagen will, dass ich sie teile) und die Art und Weise, wie er Inga zu helfen versucht.
Besonders gefallen hat mit der Schluss, weil alles offen bleibt, denn bei dem Thema kann man einfach nicht leicht ein Happy-End schreiben und so, wie die Autorin es löst, ist immer noch alles möglich: Ben könnte Erfolg haben und Inga von den Drogen wegkriegen – oder eben auch nicht.


Broschiert

Verlag:
Dtv
ISBN-10:
342307812X

 

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