Marcus Segwick – Das Buch der toten Tage

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Der junge ohne Name und ohne Familie, der von allen nur “Boy” genannt wird, lebt bei dem Magier und Illusionisten Valerian. Dieser Magier ist mehr als nur ein bißchen eigen und Boy stellt fest, dass er sich zunehmend merkwürdiger verhält. Bald gibt es Mord und Totschlag und Boy steckt mittendrin in einem Geheimnis und in einer großen Gefahr. Hat der Magier einen Pakt mit den Mächten es Bösen geschlossen?
(ich habe jetzt nicht den Klappentext wiedergegeben, da ich der Meinung bin, dass dort zu viel verraten wird – - andererseits ist meine Inhaltsangabe ziemlich nichtssagend...)

Das Buch spielt innerhalb der toten Tage (gemeint sind damit die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr) und innerhalb dieser kurzen Zeitspanne muss das Geheimnis gelöst und die Gefahr gebannt werden.

Meine Meinung
Ich bin von diesem Buch positiv überrascht, da ich ohne besondere Erwartungen an die Lektüre gegangen bin und nicht erwartet hatte, dass es mich so fesseln würde, obwohl ich eigentlich mit dem Verlag bisher fast nur gute Erfahrungen gemacht hatte.
Schon die Aufmachung fand ich eigentlich ganz geheimnisvoll und nicht zu bunt – auch wenn sie wohl eher das weibliche Geschlecht anspricht, oder irre ich mich da?? (z.B. wegen der Farben meine ich)
Kaum hatte ich dann angefangen, wollte ich es auch gar nicht mehr weglegen – die schaurige Atmosphäre, die mit treffenden Worten gezeichnet wird, hatte mich gepackt und ich wollte unbedingt mehr von Boy und seinem seltsamen Meister erfahren und so bin ich dann auch ziemlich schnell am Ende angelangt.
Und da ist der einzige Haken an der Geschichte: wie schon die Rezensenten/Innen bei amazon das ein oder andere Mal geschrieben haben, kommt das Ende etwas plötzlich und unmotiviert.
Es bleiben sehr viele Fragen offen, obwohl es gleichzeitig doch irgendwie abgeschlossen wirkt. Was das angeht, bin ich etwas ratlos. Aber da ich bis dahin eine sehr gute Leseunterhaltung hatte, ist das Buch für mich trotzdem ein gelungenes Lesevergnügen mit weniger Fantasy-Elementen als “befürchtet”

Deshalb abschließend zusammengefasst: und schaurig-schönes, nur selten richtig ekliges Lesevergnügen mit wirklich toller Atmosphäre – nur das Ende fällt etwas ab gegen den Rest.

Und es ist auch nicht zwingend erforderlich, dieses Buch zum Jahresende zu lesen – auch wenn das sicher seinen eigenen Reiz hat. Gerade bei diesen Temperaturen kann ein verschneiter Schauplatz seinen Reiz haben.


Gebundene Ausgabe:
288 Seiten
Verlag:
Hanser; Auflage: 2 (31. Januar 2005)
ISBN-10:
3446206078

 

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