




Bei “Lady Susan” handedlt es sich um ein recht frühes Werk Jane Austens (sie war gerade 19 Jahre alt), welches in Briefform die Geschichte von der frisch verwitweten Lady Susan erzählt, welche selbst recht bald wieder heiraten möchte und auch einen passenden Gatten für ihre Tochter sucht.
Aus den Briefen gehen Lady Susan Meinungen über ihre Verwandtschaft und Männer im Allgemeinen und über ihre Tochter im Speziellen deutlich hervor.
Gleichzeitig charakterisieren sie ihre Schreiberin als berechnende und selbstsüchtige Person, deren Berechnungen aber natürlich nicht immer so gelingen, wie sie sollen….
Mir hat die Konzeption des Buches gut gefallen, auch wenn es stilistisch an der ein oder anderen Stelle noch etwas “unreif” wirkt. Trotzdem natürlich eine beachtliche Leistung für eine 19jährige!
Interessant fand ich auch, dass es sich bei Lady Susan um eine Art Anti-Heldin handelt, denn man merkt schon nach wenigen Seiten, dass sie eigentlich recht unsympathisch ist.
Der feine ironische Unterton Jane Austens ist auch hier schon deutlich spürbar – besonders was die gesellschaftlichen Normen und Zwänge zum Thema Heirats”politik” angeht.
Erschienen bei Insel Verlag
ISBN 9783458328926