




Originaltitel: Una questione privata
Der junge Milton, Partisan in Italien 1943, kehrt zufällig zurück zu einer Villa, wo er vor dem Krieg ein Mädchen, Fulvia, kennengelernt hat, in die er sich verliebt hat. Er trifft dort aber nur noch eine Haushälterin an, die ganz nebenbei von einem vermuteten Verhältnis zwischen ihr uns seinem besten Freund Giorgio berichtet.
Milton weiß nicht, ob es stimmt, aber er muss es unbedingt herausfinden, ob seine geliebte Fulvia ein Verhältnis mit Giorgio hat (te). Und so macht er sich auf den Weg zu Giorgio, um die Wahrheit herauszufinden, doch so leicht ist das nicht…
Bedenkt man, dass das Buch und der geschichtliche Hintergrund beide schon etwas älter sind (erstmals erschienen 1963), dann ist es eigentlich erstaunlich, wie aktuell es doch ist, insofern, dass das ewig Menschliche in Liebesdingen und die Beschreibung der Gefühle des Protagonisten sehr gut nachvollziehbar sind.
Wie jemand seine ganzen bisherigen Prioritäten (Partisanenkampf, Kameradschaft, den Krieg) wegen einer Herzensangelegenheit hintan stellt, sowas kommt auch heute tagtäglich vor, und dass jemand das beherrschende Gefühl hat, in einer Sache Gewissheit zu brauchen um jeden Preis.
Auch wenn wir heute hier vom Krieg entfernt sind, so kann man doch die Gefühlslage der Hauptfigur sehr nachempfinden.
Gebundene Ausgabe: 174 Seiten
Verlag: Steidl Gerhard Verlag (1998)
ISBN-10: 3882435224