Henry Winterfeld – Caius in der Klemme



Auch im dritten Band zu dem rämischen Schuljungen Caius und seinen Freunden geht es hoch her. Keiner ahnt Böses, als Caius eines Tages nicht zur Schule kommt. Doch als seine Schulfreunde später bei ihm daheim nachfragen wollen, weist man sie schon an der Tür ab mit dem Hinweis, dass Caius tot sei. Die Jungen sind völlig geschockt … doch nach und nach ergibt sich die ganze Geschichte vom Wagenrennen, dem Anschlag auf den Emperor und natürlich stecken die Jungen und ihr Schulmeister Xanthos mittendrin.

Dieser dritte Band gefiel mir persönlich wieder etwas mehr als der zweite – wirkte er doch ein wenig realistischer, obwohl es natürlich auch eine haarsträubende Geschichte ist. Wie immer ist der titelgebende Caius eigentlich nicht die Hauptperson, sondern die Gruppe der Freunde gemeinsam, aber das hätte wohl keinen ordentlichen Titel ergeben. :-)

Broschiert: 126 Seiten
Verlag:
DTV (Oktober 1996)
ISBN-10:
3423700017

Henry Winterfeld – Caius geht ein Licht auf


Die römischen Schuljungen und ihr Lehrer Meister Xanthos geraten wieder in eine verzwickte Situation, dabei wollten die Jungen ihrem Lehrer um Geburtstag bloß einen Sklaven schenken. Schon bald aber müssen sie feststellen, dass mit dem germanischen Sklaven Udo etwas nicht stimmt.

Plötzlich tauchen gefährliche Gestalten auf: ehemalige Gladiatoren, Vermummte auf Friedhöfen – und die Jungen sind mittendrin in einer Verschwörung gegen einen Senator….

Der zweite Teil der dreibändigen Caius-Reihe reicht meiner Meinung nach von der Geschichte her nicht ganz an den ersten heran. Zu unwahrscheinlich und unrealistisch scheint mir das Element des zahmen Löwen, mit dessen Hilfe sich letztlich alles zum Guten wendet. Trotzdem eine lohnende Geschichte mit allerlei Hintergrundinformationen zum damaligen Leben in Rom, von Gladiatorenkämpfen bis hin zu Feigen in Honig und großen Intrigen.

Broschiert: 208 Seiten
Verlag:
Dtv; Januar 1997
ISBN-10:
3423074787

Henry Winterfeld – Caius ist ein Dummkopf


Man mag es kaum glauben, dass dieses Jugendbuch schon 1953 erschienen ist – und heute immer noch verlegt wird. Sie ist eben zeitlos, die Geschichte von den römischen Schuljungen, die ähnlich wie die bekannten anderen jugendlichen Detektive auch (Die drei ???, TKKG, Fünf Freunde, …), einen Kriminalfall lösen: wer hat das Verbrechen begangen, den Minerva-Tempel zu beschmieren? War es wirklich Rufus, der sich mit Caius gestritten hat und den man verhaftet? Sollte es nur ein Streich sein? Und wieso streitet er es ab?

Der große Unterschied liegt im Ambiente: das alte Rom. Was es da alles gibt… Und was es alles nicht gibt! Während des Lesens wird einem ganz nebenbei eine Menge Geschichtsunterricht mitgegeben über das Leben damals, was man aß, wie man sich kleidete, wie Verbrecher bestraft wurden, die Klassengesellschaft, die Sklaverei…. davon liest man ohne, dass dabei die Geschichte aus den Augen gelassen wird und Belehrung im Vordergrund steht.

Eine nette Geschichte für junge Leser – auch gänzlich ohne Lateinkenntnisse. ;-)

Broschiert: 208 Seiten
Verlag:
Dtv; Auflage: N.-A. (Februar 1997)
ISBN-10:
3423074426

Markus Zusak – Der Joker


Nachdem ich vor einigen Monaten “Die Bücherdiebin” gelesen hatte, wollte ich den Autor gern noch etwas besser kennenlernen und habe mir daher auch den “Joker” vorgenommen. Ich wusste nicht, dass es ein Jugendbuch ist – aber ist es das auch wirklich? Es gibt Bücher, die man in jedem Alter lesen kann, nur dass man vielleicht etwas anderes herausliest… So ist es auch mit dem Joker, der Geschichte von Ed Kennedy, dem Normalen, dem durchschnittlichen Versager.

Ed Kennedy wird, ohne es zu wollen und ohne es anfangs zu merken, zum Helden, wächst über sich hinaus. Beginnend damit, dass er fast aus Versehen einen Bankraub verhindert, berkommt er daraufhin von einem Unbekannten neue “Aufgaben”, Rätsel auf Spielkarten, die er lösen muss. Und jedes Mal muss er nicht nur herausfinden, wo sein Aktionsfeld liegt, sonder auch, was es dort zu tun gibt. Und die Aufgaben werden immer schwerer…

Ein seltsames Buch. Eine interssante Idee einerseits. Ein großer moralischer Zeigefinger andererseits. Die Botschaft ist überdeutlich: mach etwas aus Deinem Leben, jeder kann das schaffen! Und gleichzeitig die teilweise doch naive Art, wie Ed seine Probleme angeht.  Ohne hier zuviel verraten zu wollen, aber haben wir nicht alle schonmal gehört “Gewalt erzeugt Gegengewalt”? Nicht so bei Ed – auf wundersame Weise scheint er immer genau das Richtige zu tun und jedem das zu geben, was/sie braucht.

Was die Moral angeht, kein Wunder, dass das Buch den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommt – jeder Erwachsene steht doch schließlich hinter der Botschaft. Kinder, macht was aus Eurem Leben, ihr habt alle Möglichkeiten! Um der jugendlichen Zielgruppe gerecht zu werden, wählt der Autor eine einfache Jugendsprache, gebraucht diese aber kreativ und zweckmäßig – vom Stil her aber so ganz und gar anders als er es bei der Bücherdiebin getan hat. Ein Pluspunkt sich so gekonnt in verschiedenen Stilrichtungen bewegen zu können – auch wenn mir persönlich die andere Sprache besser gefallen hat.

Der Anfang des Buches war meiner Meinung nach nicht so glücklich – zuviel Moral, die im Widerspruch steht zu den Aktionen Ed Kennedys – nein, unsereiner kann nicht mal eben jemanden mit einer Pistole bedrohen und umbringen wollen (auch wenn es sich dabei um einen ganz fiesen Kerl handel), nein, unsereiner vermöbelt auch keine Jugendlichen, bloß weil diese anscheinend keine andere Sprache verstehen….
Später jedoch werden die Lösungen der Aufgaben intelligenter, ob das nun an Eds Entwicklung liegt oder an der des Autors.
Ich habe mich gefragt, ob die Parallelen zu den Filmen “The Game” oder auch “Truman Show” beabsichtigt sind oder ob es bloß Assoziationen von mir sind….?

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag:
cbt (6. Oktober 2008)
ISBN-10:
3570305392

Lesemonat Februar 2010

gelesen:

Neu im Regal

  • Stephenie Meyer – Bis(s) zum Morgengrauen
  • Stephenie Meyer – Bis(s) zur Mittagsstunde
  • Stephenie Meyer – Bis(s) zum Abendrot